Uni-Apps: Welche Apps gibt es für Studentinnen und Studenten?

Whats App checken, durch Instagram scrollen, ein bisschen Candy Crush spielen – ohne unser Handy sind wir im Alltag kaum noch unterwegs. Wir kommunizieren damit, organisieren und planen, informieren uns und manchmal entspannen wir auch einfach bei einem Spiel. Aber das Handy kann uns sogar im Studium unterstützen. Welche Apps machen das Leben an der Uni (nicht nur für Erstsemester) leichter?

Der Start an der Uni ist nicht immer einfach, am Anfang ist so vieles neu. Man muss sich auf dem Campus orientieren, den Stundenplan zusammenstellen, Sprechstunden im Blick behalten und versuchen, bei den ganzen Vorlesungs-Notizen nicht den Überblick zu verlieren. Das Gute: So wie das Handy uns im privaten Alltag bereits vieles abnimmt, kann es uns auch im Studium unterstützen. Es gibt zahlreiche Apps (nicht nur) für die Studierenden, die an der Uni super nützlich sind. Wir haben uns mal ein paar Beispiele angeschaut.  

Mit welchen Apps finde ich mich im Studienalltag gut zurecht?

Wer neu an der Uni ist, hat viele Fragen. Wo ist meine Fakultät, wie komme ich zu den Seminarräumen, wie organisiere ich meinen Stundenplan? Aber auch: Wann gibt es Mittagessen in der Mensa, wie sind die Sprechzeiten im Studentenwerk, bei wem kann ich das Semesterticket kaufen? Manche Universitäten bieten eigene Apps an, um Studierenden den Zugang zu Informationen zu erleichtern. Die Hamburger Hochschule bietet beispielsweise das Programm „UHH mobile“ (1) an, mit dem die Studierenden sich über Semestertermine informieren, ihre Noten einsehen und den Essensplan der Mensa abrufen können. Außerdem ist ein Navigationssystem integriert, das den jeweils schnellsten Weg zu den verschiedenen Uni-Gebäuden zeigt.

Andere Unis – beispielsweise Bayreuth (2) und Stuttgart (3) – bieten Apps in Kooperation mit Unternehmen wie „UniNow“ Apps für ihre Student:innen an. Infos dazu, ob Eure Hochschule eine eigene App oder eine solche Kooperation hat, findet Ihr auf der Homepage oder auch direkt im App Store Eures Handys. Alternativen sind auch Studi-Apps wie etwa „Studo“ oder MyUni“.

Wie kann ich meine Notizen mit Hilfe von Apps sortieren?

Viele Student:innen machen ihre Notizen während der Seminare oder Vorlesungen nicht mehr auf Papier, sondern auf dem Laptop oder dem Tablet. Wichtig ist aber, dass man den Überblick über die verschiedenen Dokumente behält. Wer später an seiner Seminar- oder Hausarbeit sitzt, hat wahrscheinlich keine Lust, lange nach den einzelnen Seiten zu suchen.

Wer auf einen Notiz-Organizer zurückgreifen will, sollte sich vorher überlegen, was ihm besonders wichtig ist: Geht es darum, die Notizen schnell und unkompliziert abzuspeichern? Oder liegt die Priorität eher darauf, die Notizen systematisch zu sortieren, etwa in einem Ordnersystem? Möchte ich Bilder, Grafiken oder andere Dokumente einfügen können? Wie funktioniert das Suchsystem der App? Die meisten Apps bieten sogar die Möglichkeit, handschriftliche Notizen oder auch Sprachaufnahmen zu verwalten. In den Stores findet man zahlreiche Anbieter, zu den bekanntesten gehören sicherlich „Evernote“, „OneNote“ oder auch „GoodNotes“.

Wie helfen mir Apps, keine Vorlesung zu verpassen?

Bei der Organisation des Studiums geht es natürlich auch um das Grundlegende: Zur richtigen Zeit im richtigen Vorlesungssaal zu sein und das Seminar oder die Gruppenarbeit nicht zu verpassen. Dabei helfen natürlich Kalender, egal ob in Papierform oder auf dem Handy. Bei vielen Smartphones ist der Kalender schon als Standard-App dabei. Wer seine Informationen aber lieber gebündelt haben möchte, kann auch hier auf Anbieter wie UniNow oder Studo zurückgreifen. Dort lassen sich neben Mails auch Stundenpläne integrieren, bei vielen Apps sind zudem noch Chatprogramme dabei – man kann sich also mit den Referats-Partnern verabreden und den Termin im gleichen Programm direkt eintragen. Und wer trotzdem dazu neigt, die Zeit zu vergessen – dem hilft vielleicht auch die klassische Wecker-App auf dem Handy, um an die Vorlesung zu erinnern…

Wenn es darum geht, bei Gruppen-Projekten mehrere Teilnehmer an einen Tisch zu bringen, helfen auch Apps, die Termine verwalten. Bei Anbietern wie Doodle oder auch VOAT beispielsweise kann man Umfragen dazu starten, welches Datum oder welche Uhrzeit am besten passt, und am Ende den Termin mit den meisten Zusagen auswählen. 

Apps: Welche Angebote gibt es für Studierende?

Ok, über die Vorlesungen hast Du nun einen guten Überblick, Du findest Dich an der Uni zurecht und ordnest Deine Notizen wie ein Profi. Aber seien wir ehrlich: Das Studium besteht nicht nur aus Arbeit. Es geht auch darum, das Leben zu genießen, Leute kennenzulernen, auf Partys zu gehen. Um sich das als Student:in leisten zu können, hilft es, mit guten Angeboten in anderen Bereichen zu sparen. Es gibt gleich mehrere Apps, die Rabatte für Studierende sammeln, beispielsweise Student Beans oder auch UNiDAYS. Dort kann man etwa Reise- oder Mode-Schnäppchen finden, es gibt Ermäßigungen für Fitness-Angebote, Handyverträge oder Laptops.

Und zuletzt: Wie schaffe ich es, das Smartphone auch mal zur Seite zu legen?

Denn Abschalten gehört nach einem langen Tag an der Uni auch dazu… Die Auswahl an Achtsamkeits- oder Meditations-Apps ist in den letzten Jahren ständig gestiegen, auch Sport-Apps gibt es unzählige. Selbst „malen nach Zahlen“ kann man inzwischen über eigene Apps.

Doch bei aller Entspannung mithilfe des Handys raten Experten auch dazu, das Smartphone ab und an mal aus der Hand zu legen – vor allem abends. Denn das Licht des Displays kann dazu führen, dass wir weniger leicht in den Schlaf finden. „Studien mit Jugendlichen zeigten beispielsweise, dass einstündige Handynutzung vor dem Schlafen zu verzögertem Einschlafen führt sowie zu Schlafdefiziten.

Bei Untersuchungen mit Erwachsenen wurden Schlaflosigkeit, schlechte Schlafqualität und verstärkte Müdigkeit am Folgetag beobachtet“, heißt es in einem Artikel von mdr Wissen (4). Denn das Licht von Handy, Tablet und Co enthält viel blaues Licht, das den Körper davon abhält, das Schlafhormon Melatonin zu produzieren. Manche Handys bieten daher einen eigenen Blaufilter an, um den Anteil des blauen Lichts zu reduzieren. Oder man liest einfach noch ein Buch. 

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