Social Media für die Bewerbung nutzen – 8 Tipps & Eine Checkliste

Wer auf Jobsuche ist, sollte Social Media für seine Bewerbung aktiv nutzen. Denn viele Personalverantwortliche überprüfen die Bewerbenden auf den gängigen Plattformen wie Facebook, Tiktok, Whatsapp, Xing und LinkedIn. Schließlich ist dies eine naheliegende Möglichkeit, mehr über die möglichen neuen Mitarbeiter zu erfahren. Mit unserer Checkliste bist du ganz schnell auf der sicheren Seite.

8 Tipps für Social Media in der Bewerbung

Wer sich gerne ausgiebig auf Instagram präsentiert und öffentlich Peinlichkeiten auf Facebook austauscht, mag nun zunächst abgeschreckt sein. Ebenso wie diejenigen, die bislang kaum in den Sozialen Medien aktiv sind. Was darf man, was muss man als Bewerbender in Social Media beachten? Wir haben 8 Tipps.

Tipp 1: Sichtbarkeiten checken – So bleibt Peinliches privat

Leute, mit denen ihr nicht virtuell befreundet seid, können eure Posts sehen? Das kann bei einer Bewerbung zum Verhängnis werden. Diese Gefahr lässt sich ganz einfach vermeiden: Die meisten Sozialen Medien bieten die Möglichkeit, Inhalte nur mit bestimmten Personengruppen zu teilen. 

Unsere Empfehlung: Stellt euer Profil auf “privat”. Eventuelle peinliche Inhalte bleiben auf diese Weise zum Beispiel Recruitern verborgen. Wenn ihr jedoch bereits mit Kolleg*innen oder Vorgesetzten in Social Media vernetzt seid, empfiehlt es sich, Personengruppen mit unterschiedlichen Berechtigungen anzulegen. Das ist zwar ein wenig Aufwand, doch der sollte euch die neue Jobperspektive wert sein.

Tipp 2: So punktet ihr mit dem Profilbild – Foto mit Bedacht wählen

Das Profilbild bestimmt den ersten Eindruck. Daher sollte das Foto mit Bedacht ausgewählt werden. Auf LinkedIn und Xing präsentiert man sich am besten mit seinem Bewerbungsbild oder einem Foto von vergleichbar hoher Qualität. Die Aufnahme sollte professionell aussehen und ihr solltet seriös in Szene gesetzt sein. Dazu gehört vor allem ein gepflegtes Aussehen und ein offener Blick. 

In den privateren Medien muss das Profilbild nicht ganz so formal aussehen. Bedenkt, dass der*die Personaler*in schon versteht, dass ihr euch hier in eurer Freizeit befindet. Man muss sich nicht gekünstelt in Szene setzen. Das allerwichtigste ist, authentisch und sympathisch zu wirken. Kleidet euch ruhig leger, aber seriös. Schaut freundlich und achtet auch hier auf eine gute Belichtung und Auflösung des Fotos.

Überlegt euch gut, welche “Accessoires” auf dem Foto zu sehen sind. Jedes Objekt sagt etwas über euch aus. Die Flasche Bier oder Zigarette sind deshalb Tabu – auch wenn ihr privat gerne feiert. Sportgeräte oder zum Beispiel euer Hund wirken da schon sympathischer. Wie auch immer ihr euch präsentiert: Es muss zur Branche und der angestrebten Stelle passen. Wenn ihr euch unsicher seid, haltet auch euer privates Social Media Foto in der Bewerbungsphase so neutral wie möglich.

Tipp 3: Social Media Muffel? Trotzdem keine Chancen verpassen

Wenn ihr lieber auf Diskretion setzt und euch im Internet nicht öffentlich präsentieren wollt, dann ist das euer gutes Recht. Für Bewerbende besteht keine Pflicht, in den Sozialen Medien aktiv zu sein. Doch sie sollten sich darüber klar sein, welche Chancen die unterschiedlichen Social Media Portale bieten und sich diese nicht entgehen lassen. Denn gerade mit den  typischen Karrierenetzwerken kann man sich die Jobsuche angenehm leicht gestalten. Hier findet man nicht nur offene Stellen, sondern kann sich meist auch unkompliziert direkt aus der Plattform heraus darauf bewerben. Mehr dazu in den Tipps 4, 5 und 6.

Tipp 4: Lasst euch von Recruitern entdecken – Xing und LinkedIn für sich nutzen

Diese Zahl ist schon beeindruckend: Rund 70 Prozent der Unternehmen schreiben Kanditat*innen selbst aktiv in Business-Netzwerken wie Xing und LinkedIn an. Es lohnt sich daher nicht nur, dort ein Profil zu haben. Es sollte darüber hinaus auch immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Zusatzqualifikation erworben? Schreibt’s rein. Schließlich könnte euer Profil jederzeit von Recruitern und Headhuntern entdeckt werden. So gehen manchmal schon ohne großen Aufwand die ersten Anfragen rein. Unkomplizierter war die Jobsuche wohl noch nie.

Tipp 5: Networking! Professionelle Kontakte virtuell pflegen

Business-Portale wie Xing und LinkedIn geben ihren Mitgliedern nicht nur die Chance, sich mit einem überzeugenden Profil zu präsentieren. Dort können auch unkompliziert wertvolle Kontakte gepflegt werden. Die Devise lautet: Seid nicht schüchtern.

Egal bei welchem Event, egal wo – wenn ihr euch mit jemandem unterhaltet, sendet dieser Person im Anschluss bei diesen Netzwerken eine Kontaktanfrage. Auf diese Weise bekräftigt ihr das Interesse am Gesprächspartner – und diese werden euch in guter Erinnerung behalten. Die Chancen stehen gut, dass ihr eines Tages von entsprechenden Kontakten profitiert.

Tipp 6: Der Lebenslauf in den Sozialen Medien – CV mit allen Facetten  

Bewerbende, die Ihren Lebenslauf (CV) für die klassische Bewerbung anfertigen, stoßen immer wieder auf ein Problem: Wer zum Beispiel längere private Auslandsaufenthalte aus formalen Gründen nicht angibt, hat Lücken im Lebenslauf. Diese werfen bei Personalverantwortlichen Fragen auf. 

Hier können Karrierenetzwerke als sinnvolle Ergänzung dienen. Egal, ob Work and Travel, Weltreise, Interrail oder ob ihr vier Monate mit dem Fahrrad durch Indien gereist seid: Schreibt solche Stationen in euer Profil. Euer Lebenslauf in Social Media kann mehr Facetten enthalten als die klassische Bewerbungsunterlage. Seid dabei selbstbewusst: Denn auch Erfahrungen wie die genannten Auslandsaufenthalte prägen eure Persönlichkeit – wahrscheinlich sogar mehr als das Praktikum bei der Sparkasse in der zehnten Klasse.

Tipp 7: Authentizität ist oberstes Gebot

Mit Hobbys glänzt man als Bewerbende*r, wenn sie in Bezug zu dem zukünftigen Arbeitgeber oder dem Beruf stehen. Ebenfalls ist ehrenamtliches Engagement gerne gesehen. Wenn beides nicht gegeben ist, solltet ihr dazu stehen. Es ist kein Muss, eine Verbindung zwischen Hobby und Traumjob herzustellen, manchmal ist es vielleicht sogar unmöglich. Auf keinen Fall solltet ihr lügen, um euch interessant zu machen. Das fällt höchstwahrscheinlich spätestens im Gespräch auf. Tragt alles ein, was ihr gerne macht und was euch ausmacht. In Social Media sind Persönlichkeit und Authentizität oberstes Gebot. 

Tipp 8: Wissensvorsprung durch Social Media

Und nun noch ein Tipp, der euch gleich doppelt weiterbringt. Nutzt Social Media, um euch über Neuigkeiten und Trends in eurer Branche zu informieren. Das geht ganz einfach: Ihr folgt und abonniert Mitteilungen von Firmen, Fachmagazinen, Bloggern etc., die in eurer Branche den Ton angeben. Aufgrund eurer bisherigen Interessen schlägt euch das Netzwerk entsprechend weitere Kanäle vor. Es ist also ganz simpel, einen professionellen Newsfeed anzulegen. Wenn ihr hier regelmäßig vorbeischaut, könnt ihr euch einen echten Wissensvorsprung gegenüber den Mitbewerbern verschaffen. Und die Personaler werden die Liste eurer Abos ebenfalls positiv zur Kenntnis nehmen.  

Viel Erfolg!

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