Tipps zur Bewerbung und Jobsuche in 2020 – trotz Corona punkten!

In der Zeit des Lockdowns im März und Frühjahr 2020 haben Unternehmen und Veranstalter Wege gefunden, Karrieremessen und Bewerbungsverfahren weiter zugänglich zu machen. Die Recruitingwelt findet online statt. Wir haben Tipps und Hinweise zur aktuellen Jobsuche und für die aktuelle Bewerbung für euch zusammengestellt.

Digital Natives sollten kein Problem haben…

…denn die Lösung heißt überall einfach nur: online. Das sollte 2020 eigentlich niemanden überraschen. Aber die letzten Jahre haben gezeigt, dass wir uns hier in Deutschland mit „online“ offensichtlich schwererer tun als manch andere Länder der Welt. So lässt etwa die WLAN-Infrastruktur vielerorts noch zu wünschen übrig. 

Doch nicht nur technisch, auch konzeptionell waren viele Online-Lösungen bislang oft unattraktiv. Dass man daher digitale Lösungen vielfach abgelehnt und konservative Varianten vorgezogen hat, ist verständlich. Das gilt auch für die Recruitingwelt. 

Als die Corona-Pandemie Anfang des Jahres einen Großteil der Arbeitswelt und des öffentlichen Lebens auf unbestimmte Zeit lahm legte, ergab sich daraus immerhin auch etwas Positives: Unter Zwang kam es endlich zu Lösungsansätzen, die dem Jahr 2020 gerecht wurden. Plötzlich gibt es allgegenwärtig Homeoffice-Modelle und vor allem auch Online-Lösungen, die funktionieren. 

Und noch eine gute Nachricht: Diese Entwicklung bringt Bewerbenden überwiegend Vorteile. Denn Bewerbungsverfahren können zu einem großen Teil bequem von zu Hause aus bewältigt werden und der Einstieg in den Job erfolgt in einer Zeit, in der flexible Arbeitszeitmodelle Standard sind.

Kennenlernen auf der Karrieremesse? Jetzt einfach online.

Karrieremessen sind eine unkomplizierte Möglichkeit in kurzer Zeit viele unterschiedliche Kontakte zu knüpfen. Das gilt sowohl für Arbeitgeber als auch für Bewerbende. Der Erstkontakt ist hier bequem möglich und über den persönlichen Eindruck öffnen sich die Türen zum Traumjob viel leichter als über die allein schriftliche Bewerbung.

Wir haben zusammen mit unserem Kooperationspartner Talentspace eine Onlinelösung gefunden, Karrieremessen in einer Online-Plattform nachzubauen. Hier haben die Bewerbenden die gleichen Möglichkeiten wie auf einer Präsenzveranstaltung. Die verschiedenen Optionen des Erstkontakts auf einer Karrieremesse haben wir online nachgebildet. Ein Überblick über die Szenarien:

Wir sind überzeugt: Eine Online-Karrieremesse bietet die gleichen vielseitigen Gesprächs- und Präsentationsformate wie eine Präsenzveranstaltung. So gelingt der Berufseinstieg ohne Kompromisse auch in Krisenzeiten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Besucher nehmen bequem von zu Hause aus teil. Weil die oft zeitaufwendige An- und Abreise entfällt, lässt sich der Messetermin noch besser mit euren weiteren Plänen vereinbaren – und was aktuell ganz besonders wichtig ist: Das Online-Format schützt die Gesundheit aller Teilnehmer. 

Bewerbungsgespräche jetzt einfach virtuell – Das müsst ihr beachten

Virtuelle Bewerbungsgespräche sind aktuell an der Tagesordnung. Nicht nur weil sich damit Ressourcen wie Zeit und Kosten sparen lassen, sondern auch weil sie Gespräche ohne Ansteckungsgefahr ermöglichen. 

Was bedeutet das für die Bewerbenden? Wichtig ist, genügend Zeit einzuplanen und gut vorbereitet zu sein. So weit, so gewöhnlich für ein Vorstellungsgespräch. Beim virtuellen Termin ist zudem zu beachten: Wählt eine geeignete Umgebung für den Video-Call und achtet darauf, einen fitten Eindruck zu machen – auch wenn die private Umgebung schnell dazu verleitet, das Gespräch auf die allzu leichte Schulter zu nehmen. 

Wer offensichtlich gerade verkatert aus dem Bett gestiegen ist, macht seine Erfolgschancen zunichte. Ebenso riskant ist es, sich für das Bewerbungsgespräch nur obenrum schick zu machen und unten in Jogginghose oder Unterwäsche dazusitzen. Am besten, ihr steckt in euer Erscheinungsbild genau so viel Mühe, wie ihr es für ein persönliches Gespräch tun würdet.

Spielend zum Erfolg – Das müsst ihr über Recruiting-Games wissen

Vor allem größere Unternehmen setzen zunehmend auf Recruiting-Games bei der Personalauswahl. Dabei handelt es sich meistens um Tests zur Problemlösungskompetenz. So schlüpfen die Bewerberinnen und Bewerber als Spielerinnen und Spieler beispielsweise in die Rolle eines Trainees. Dabei lösen sie berufsrelevante Aufgaben, die ihnen von virtuellen Vorgesetzten gestellt werden. 

Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei: höchste Konzentration. Das Spiel kann simpel erscheinen, doch können Bestehen oder Nichtbestehen über den weiteren Verlauf der Bewerbung entscheiden. Dementsprechend sollte ein Recruiting-Game nicht unterschätzt werden. In vielen Fällen verrät es zudem Informationen über das Unternehmen, die in einem Bewerbungsgespräch gezieltes Nachfragen ermöglichen.

Brainteaser oder: „Wie viele Tennisbälle passen in einen Zug?“

Immer mehr Firmen setzen im Bewerbungsgespräch auf sogenannte Brainteaser. Das sind Knobelfragen, die zunächst verwirrend erscheinen, wie zum Beispiel „Wie schwer ist Deutschland?“ oder „Welches Obst wären Sie?“. Mit diesen Fragen will die Personalabteilung herausfinden, ob Bewerberinnen und Bewerber unter Druck kreativ denken und wie sie Probleme lösen können. 

Ihr müsst nicht sofort die perfekte Antwort aus dem Hut zaubern. Im Gegenteil, wir empfehlen als ersten Schritt: Ruhig bleiben und nicht überhastet reagieren. Prinzipiell hilft es, zunächst das Problem zu analysieren und eventuell Rückfragen zu stellen. Fasst die Situation noch einmal zusammen, skizziert dann einen Lösungsweg und begründet euer Ergebnis. Wer auf diese Weise vorgeht, beweist, dass er sich nicht so leicht aus dem Konzept bringen lässt und gut strukturiert an Herausforderungen herangeht. Auf die berüchtigten Brainteaser gibt es nämlich oft keine richtige oder falsche Antwort. Es gilt: Der Weg ist das Ziel.