Welche Stationen im Lebenslauf sind Studierenden am wichtigsten?

Ein Lebenslauf könnte klassisch so aussehen: Erst gute Noten in der Schule, dann an der Uni, ein Auslandsaufenthalt ist natürlich Pflicht und dutzende Praktika. Aber ohne Kontakte läuft sowieso nichts im Berufsleben … Studierende haben klare Vorstellungen davon, welche dieser Stationen für sie am wichtigsten scheint. 

Sehr gute Noten, Auslandsaufenthalt oder die richtigen Kontakte – was bringt dich weiter?

Wenn du studieren willst, brauchst du gute Noten. Und wenn du dann studierst, sind gute Noten wieder wichtig, damit du überhaupt einen Praktikumsplatz bekommst. Und Praktika – davon muss man doch mindestens ein Dutzend absolvieren. Am besten eines davon im Ausland, wo du noch ein bis drei Sprachen lernst. Sonst hast du keine Chance auf dem Arbeitsmarkt! Solche Anforderungen an Studierende, um einen Job zu bekommen, klingen absurd. Sind sie auch, wenn man sie so überspitzt. 

Welche Kriterien sind für deine Karriere wichtig? 

Laut der EY-Studierendenstudie (1) finden Studierende Praktika und Berufserfahrungen am wichtigsten für ihre Karriere: 50 Prozent sagen, sie seien sehr wichtig, weitere 42 Prozent schätzen sie immerhin noch als eher wichtig ein. 

Wie soll man als Berufseinsteiger:in Berufserfahrungen sammeln? Hier bieten sich Praktika an oder Jobs, die man neben dem Studium ausübt. 

Grafik | Statistik | Umfrage Studierende: was haltet ihr für wichtigsten Faktor für eure Karriere?
Umfrage unter Studierenden: was haltet ihr für die wichtigsten Faktoren für eure Karriere?

Auf Platz zwei landen Kontakte, 40 Prozent denken, dass ohne Vitamin B nichts geht. Kontakte sind sicher hilfreich bei Bewerbungen, Jobs und Aufträgen. Wer (noch) nicht über viele Kontakte in der Branche verfügt, sollte sich davon aber nicht entmutigen lassen. Es zählen schließlich auch andere Skills bei Absolvent:innen. 

Unverzichtbar: Gute Noten

Darauf folgen die guten Noten. Der interessante Aspekt hierbei ist, dass die Mehrheit der Studierenden bei diesem Punkt zu der Aussage tendiert, sie seien „eher“ wichtig und nicht „sehr“ wichtig. Gute Noten allein machen eben auch keinen perfekten Lebenslauf. 

Was macht sich gut im Lebenslauf? 

Auslandsaufenthalt, ehrenamtliches Engagement – das alles macht sich gut im Lebenslauf, das steht außer Frage. Sie geben dir als Bewerber:in ein Profil und Anknüpfungspunkte für Gespräche. Die Mischung macht dich interessant. 

Dabei können deine Stationen ungewöhnlich sein, sie müssen es aber nicht, finden die Befragten der EY Studie (1). 43 Prozent finden ungewöhnliche Stationen eher wichtig, nur 21 Prozent sagen, sie seien sehr wichtig. Das ist doch eine entspannte Einstellung. Es kann ja auch nicht jeder als Teenager auf der Zirkusschule gewesen oder in Madagaskar geboren und aufgewachsen sein. 

Den einen perfekten Weg gibt es nicht

Es gibt sicher kein vorgefertigtes Raster, an dem man sich auf seinem Karriereweg entlanghangeln kann. Es kommt darauf an, dass du DEINEN Weg gehst. 

Wichtig ist doch, dass du auf den Stationen, die du passierst, etwas für dich mitnimmst. Auch in einem Praktikum, bei dem man nichts Fachliches gelernt hat, hat man Erfahrung gesammelt, etwas über sich erfahren, etwas über Vorgesetzte oder Kolleg:innen. Mit diesem Wissen geht man das nächste Praktikum besser an. 

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