Als Werkstudentin beim IT-Start-up Aonic

Erfahrungsbericht Informatikstudium — Als Werkstudentin in einem IT-Startup

Pia Naujokat studiert Wirtschaftsinformatik an der Technischen-Universität in Darmstadt und sammelt als Werkstudentin bei einem IT-Start-up wichtige Erfahrungen für das spätere Berufsleben – unsere Autorin hat sich mit ihr über ihre Arbeit unterhalten.

Pia, vielen Dank, dass du mit uns über deine Arbeit als Werkstudentin in einem Start-up sprichst. Bevor wir dazu kommen, sag uns doch vielleicht zunächst, warum du dich für ein Wirtschaftsinformatikstudium an der TU Darmstadt entschieden hast?

Im Winter 2019 habe ich mein Wirtschaftsinformatik-Studium an der Technischen-Universität in Darmstadt begonnen. Mein Interesse für diesen Bereich habe ich schon während der Schulzeit entwickelt. Ich bin auf ein Gymnasium mit Schwerpunkt Informatik gegangen und durch den Unterricht habe ich früh gemerkt , dass das voll mein Ding ist. Auf die TU ist meine Wahl in erster Linie deshalb gefallen, da sie in der Nähe liegt und eine der renommiertesten Fakultäten in diesem Bereich stellt.

Wie bist du zu dem Job in dem Start-up gekommen, über das wir heute sprechen?

Im April 2020 bin ich bei meiner Suche nach einer Nebentätigkeit schließlich über eine Facebook- Anzeige auf eine offene Stelle als Werkstudent:in bei der Aonic, einem jungen Start-up mit Sitz in Darmstadt, aufmerksam geworden. Das Unternehmen ist in der IT-Branche tätig und kümmert sich hauptsächlich um die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten in größeren Firmen. Ich bin aktuell im Bereich „Powerplattformen“ tätig, einer von insgesamt drei Abteilungen.

Womit beschäftigst du dich als IT-Werkstudentin konkret?

Zu meinen Aufgaben zählt unter anderem, Prozesse, die bei den Kund:innen bislang noch auf Papier ablaufen, zu digitalisieren und damit im besten Falle auch zu optimieren. Dabei trage ich regelmäßig Verantwortung für eigene Projekte. Deren Umfang hält sich zwar in Grenzen, dafür mischt sich aber auch niemand ein. Ich bin also quasi meine eigene Projektmanagerin und kann sämtliche Entscheidungen eigenständig treffen.

Wow, das hört sich nach viel Verantwortung an. War es schwierig, damit klarzukommen?

Eigentlich nicht. Es schmeißt einen ja niemand einfach so ins kalte Wasser – im Gegenteil. Am Anfang war die Unterstützung sehr groß. Bei den ersten Telefonaten mit Kund:innen war zum Beispiel immer ein/e Teamleiter:in dabei und hat mir über die Schulter geschaut. Jetzt, wo sich schon eine gewisse Routine eingestellt hat, ist es möglich, diese Betreuung auf echte Notfälle zu beschränken. Im Unternehmen herrscht eine familiäre Atmosphäre, die Hierarchien sind sehr flach. Bei Fragen oder Unsicherheiten kann man sich immer auf die Hilfe der rund 20 Kolleg:innen verlassen.

Urlaubsanspruch, Kündigungschutz & Co – Welche Rechte haben Werkstudenten?

Gibt es Urlaubsanspruch, wann greift der Kündigungsschutz? Welche Rechte haben Werkstudenten? Welche Arbeitsrechtlichen Besonderheiten gibt es? Hier erfahrt ihr alles, was ihr zu Rechten & Pflichten von Werkstudentinnen und Werkstudenten wissen müsst. >> Urlaubsanspruch, Krankheitsfall und Kündigungsschutz – welche Rechte haben Werkstudenten?

Was ist so besonders an der Arbeit in einem jungen Unternehmen?

Die familiäre Atmosphäre in Kombination mit dem hohen Maß an Eigenverantwortung trägt in meinem Fall dazu bei, dass ich das Gefühl habe, mich kreativ ausleben und wichtige Erfahrungen für das spätere Berufsleben sammeln zu können.

Wem würdest du eine Werkstudententätigkeit in einem Start-up empfehlen?

Wer schon nach kurzer Zeit möglichst viel Verantwortung übernehmen und freie Entscheidungen treffen möchte, dem kann ich eine Tätigkeit in einem Start-up nur wärmstens empfehlen.

Mir hat es bisher sehr weitergeholfen, da ich die Tätigkeit als Werkstudent:in nicht nur deshalb angenommen habe, um erste praktische Erfahrung zu sammeln, sondern auch, um herauszufinden, welche Bereiche später überhaupt für mich in Frage kommen.

Aktuell arbeite ich immer zwei Tage die Woche und kann dabei frei entscheiden, ob ich ins Unternehmen kommen möchte oder lieber Homeoffice mache. Dank dieser Flexibilität hatte ich bislang immer genügend Zeit, mich um mein Studium zu kümmern und konnte meinen Job sogar während meines Auslandsemesters in Portugal weiter ausüben.

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