Werte und Lebenseinstellungen von Studierenden

Studierende sind keine Außerirdischen. Dennoch unterscheiden sie sich in ihren Wertvorstellungen und Lebenseinstellungen vom Rest der Bevölkerung. Sie haben andere Ideale, andere Schwerpunkte. Welche das sind, erfahrt ihr in diesem Artikel. 

Was ist dir am wichtigsten im Leben? Familie, Freunde? Erfolg? Eine Studie vom IfD Allensbach (1) offenbart, worauf Studierende besonders viel Wert legen – oft mehr als der Durchschnitt der Bevölkerung. Gerade die Unterschiede sind besonders interessant. 

Sind gute Freunde wichtiger als Familie? 

Für Studierende scheinen tatsächlich gute Freunde und enge Beziehungen wichtiger zu sein als Familie. In der Umfrage aus dem Jahr 2020 legen stolze 91 Prozent darauf besonders großen Wert. Der Durchschnitt der befragten Bevölkerung bestätigt dies mit 85 Prozent. 

Im Vergleich dazu scheint bei beiden die Familie etwas weniger wichtig zu sein. Vielleicht, weil Freunde und enge Bekanntschaften mittlerweile traditionelle Familienmodelle ablösen. Wenn wir erwachsen werden, können wir uns aussuchen, mit wem wir unsere Zeit verbringen, wer zum engen Kreis gehört. Das können Familienmitglieder sein oder eben Freunde. Wir können wählen und das ist schön!

Grafik: Werfvorstellungen Studierender im Vergleich mit Gesamtbevölkerung
Grafik: Wertvorstellungen Studierender im Vergleich mit Gesamtbevölkerung

Wie wichtig ist Erfolg im Beruf? 

Auch bei der Frage, wie wichtig Erfolg im Beruf ist, galoppieren die Studierenden dem Rest der Bevölkerung davon. Sieben von zehn halten eine gute Karriere für erstrebenswert. Und der Durchschnitt? Hier ist es nur noch jede:r zweite Befragte! Was passiert zwischen Studienleben und Erwachsenenleben? Vermutlich das, was beide verbindet: Leben. 

Ist man erstmal im Arbeitsleben angekommen, relativiert sich der Traumjob zu einem Job und das ist auch okay so. Denn abseits davon gibt es vieles, was wichtig(er) ist. Die Kunst ist, sich ein bisschen was von den Idealen, den hohen Moralvorstellungen und Träumen zu erhalten, auch wenn man erwachsen wird. 

Immer was Neues lernen, neugierig bleiben 

Ebenfalls sieben von zehn Studierenden ist es wichtig, immer Neues zu lernen. Hier ist der Abstand zu den Ergebnissen der durchschnittlichen Bevölkerung besonders hoch: Nur 49 Prozent geben den Studierenden in diesem Punkt Recht. 

Dabei ist doch gerade das etwas, dass das Leben aufregend macht, das jung hält. Wer stets etwas Neues lernt, neugierig und lernwillig ist, der bleibt offen und interessiert, erweitert stets den eigenen Horizont und entwickelt sich weiter.

Das ist nicht nur im Privatleben ein anziehender Charakterzug, das ist auch für potenzielle Arbeitgeber:innen eine interessante Eigenschaft. Arbeitnehmer:innen, die sich neuen Aufgaben widmen, die sich in fremde Themenfelder einarbeiten und sich weiterentwickeln/weiterbilden wollen, sind für Unternehmer:innen ein großer Gewinn!

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