Netzwerken Frauen anders? – 5 Tipps für besseres Networking
Studien zeigen noch immer regelmäßig auf, dass Frauen nicht nur anders als Männer, sondern meistens auch schlechter netzwerken. Woran das liegt, und was jede Einzelne bereits beim Berufseinstieg für Ihren ganz persönlichen Netzwerk-Erfolg tun kann, zeigen die folgenden 5 Tipps.
Netzwerken Frauen schlechter als Männer?
Studien zeigen noch immer regelmäßig, dass Frauen nicht nur anders, sondern meist auch schlechter netzwerken als Männer. Woran das liegt und was jede Einzelne bereits beim Berufseinstieg für Ihren ganz persönlichen Netzwerk-Erfolg tun kann, zeigen die folgenden 5 Tipps.
Für Frauen reicht es mitunter nicht, nur gut mit anderen gut vernetzten Personen verbunden zu sein.
Tipp 1: Ein gutes Netzwerk ist Ihr wichtigster Erfolgsfaktor!
Um beruflich gut einzusteigen, später entsprechend voranzukommen und im weiteren Verlauf des Berufslebens ganz nach vorn zu kommen, ist es vor allem für Frauen wichtig, sich des Stellenwerts des Netzwerkens in der noch immer weithin männlich geprägten Arbeitswelt bewusst zu werden. Anders als viele Berufseinsteigerinnen nämlich glauben, ist das Perfektionieren der eigenen beruflichen Expertise oder Leistung nicht der einzig relevante Erfolgsfaktor.
Es ist im beruflichen Kontext viel wichtiger und langfristig betrachtet auch leichter, sich ein gut funktionierendes Netzwerk aufzubauen und entsprechend zu pflegen. Dieses kann und wird für Ihre Bekanntheit und damit Ihre Sichtbarkeit deutlich mehr „tun“, als es Ihre Performance je könnte. Nehmen Sie daher Netzwerken ernst und eröffnen Sie sich strategisch und kontinuierlich das damit zusammenhängende Potential.
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Tipp 2: Bauen Sie sich ein möglichst diversifiziertes Netzwerk auf!
In Studien wird bei der Betrachtung von Netzwerken immer wieder der sog. Homophilie-Effekt deutlich. Frauen netzwerken eher mit Frauen und sind im beruflichen Umfeld häufiger auf der gleichen Ebene unterwegs. Männer netzwerken eher mit Männern und knüpfen im Arbeitsalltag mehr Kontakte mit Höherrangigen – in der Regel ebenfalls Männer.
Dies führt dazu, dass es sich für den Erfolg von Frauen wie Männern im Beruf als zielführender erweist, wenn sie mehr Männer als Frauen in ihrem Netzwerk haben. Denn noch immer sind es vor allem Männer, die bessere Positionen innehaben und eher Karrieremöglichkeiten eröffnen können. Frauen profitieren daher nicht allein vom Austausch unter Gleichgesinnten und damit unter Frauen. Werden Sie in dieser Richtung bewusst aktiv, und bauen Sie sich ein möglichst breites Netzwerk an Frauen und Männern auf.
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Tipp 3: Agieren Sie beim Netzwerken selbstbewusst.
Obwohl Frauen quantitativ betrachtet die größeren Netzwerke haben, sind sie Studien zufolge deutlich zurückhaltender, ihre Netzwerke zu instrumentalisieren. Männer wissen ihre hingegen besser für die eigene Karriere zu nutzen. Wenn diese den unverzichtbaren Small Talk hinter sich haben, kommen sie schnell zur Sache. Frauen hingegen unterschätzen häufig ihren Marktwert und stellen sich schneller die Fragen: „Darf ich das?“ oder auch „Kann ich wirklich etwas beitragen?“
Werden Sie sich daher Ihres eigenen Wertes im Netzwerk (und darüber hinaus) bewusst und treten Sie entsprechend auf. Verinnerlichen Sie die wichtigste Spielregel: „Erst geben, dann nehmen!“. Fragen Sie sich, inwieweit Sie anderen dienlich sein können. Denn gerade als Berufseinsteigerin werden Sie als weibliche Nachwuchsführungskraft gebraucht und können bereits jetzt schon einen Mehrwert – bspw. persönliches Engagement oder auch Feedback – bieten.
Agieren Sie ebenfalls selbstbewusst, wenn Sie Ihr Netzwerk für sich nutzen. Kommunizieren Sie Ihre Wünsche mit wenigen, klaren Worten, vor allem gegenüber Männern.
Tipp 4: Beziehen Sie Position!
Für Frauen ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass Männer anders netzwerken und eben auch anders kommunizieren. Wenn Sie zielfokussiert Männer in Ihrem Netzwerk verankern wollen, müssen Sie wissen, wie Sie zu ihnen durchdringen und dafür sorgen, dass sie Sie interessant finden.
Die Antwort auf diese Fragestellung fällt anders aus, als es die meisten Frauen vermuten: Als Frau werden Sie wahr- und ernst genommen, wenn Sie Position beziehen, schlagfertig agieren und humorvoll reagieren. Es geht beim Austausch mit Männern nicht darum, als Frau möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, sondern Haltung zu zeigen, einen Standpunkt zu haben und diesen – mitunter auch wiederholt – zu formulieren. Denn die Art wann und wie Sie Ihre Position vertreten, bleibt im Hinterkopf.
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Tipp 5: Bauen Sie Ihren eigenen „Inner Circle“ auf!
Für Frauen reicht es mitunter nicht, nur gut mit anderen gut vernetzten Personen verbunden zu sein. Für ihr berufliches Vorankommen brauchen sie darüber hinaus zudem einen kleinen, exklusiven Kreis an Gleichgesinnten, um sich auszutauschen und bei der beruflichen Entwicklung gegenseitig zu unterstützen. Weil die Wirtschaftswelt noch immer männerdominiert ist, brauchen Männer einen solchen zusätzlich Support in der Regel nicht.
Damit Ihr „Inner Circle“ funktioniert, müssen Sie entsprechend mehr Zeit investieren und sich nicht nur mit Ihnen bereits bekannten Frauen aus dem direkten Arbeitsumfeld, sondern auch mit solchen verbinden, die nicht genau die gleichen Leute kennen wie Sie selbst. Deshalb gibt es mittlerweile viele, speziell für Berufseinsteigerinnen entwickelte Mentoring-Formate, die dazu einladen, von der Expertise anderer zu profitieren und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Klingt anstrengend und ist es mitunter bestimmt. Dennoch: „Männer haben sich immer gegenseitig unterstützt. Das können wir Frauen auch!“
Dr. Anja Schäfer ist Expertin für Networking & Female Leadership in Kanzleien, Anwältin und Host des „Juristinnen machen Karriere!“ Podcast. Als Karrierementorin unterstützt sie exklusiv Juristinnen in puncto Netzwerkaufbau, Selbstmarketing und Sichtbarkeit als Expertin. Sie spricht über diese Themen in Vorträgen (z.B. auf den Juracon Karrieremessen), in Workshops und bei den von ihr deutschlandweit sowie digital veranstalteten Networking-Events, wie „Juristinnen netzwerken …“ .
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