Zeitmanagement im Studium verbessern – So wird der „gute Vorsatz“ endlich wahr

Der frühe Vogel fängt den Wurm? Für die meisten Studenten ist das leider eher eine Floskel und kein Lebensmotto. Kino, Partys oder schlicht fehlende Motivation machen dem strukturierten Alltag gerne mal einen Strich durch die Rechnung. Du hast den guten Vorsatz, im neuen Semester „endlich alles anders zu machen“? Das funktioniert – mit dem ein oder anderen Trick. Was du tun kannst, um Struktur in den Tagesablauf zu bekommen und dich auch von unvorhergesehenen Ablenkungen nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.

Wie kann ich mein Zeitmanagement verbessern?

Kommt dir das bekannt vor? Du hattest wochenlang vermeintlich nicht so viel zu tun. Und „plötzlich“ nahen jede Menge Klausuren und mindestens drei Deadlines. Um das zu vermeiden und sich bewusst dazu zu überwinden, jeden Tag ein bisschen Arbeit zu erledigen, ist ein Terminkalender unersetzlich.

Ob digital oder ganz klassisch auf Papier, einen Kalender sollte sich jeder Student zu Beginn des Semesters anschaffen. Ob Klausuren, Abgabetermine oder der wöchentliche Besuch im Fitnessstudio: Wirklich jeder Termin sollte – je nach Belieben auch farbig – in den Kalender eingetragen werden. Das führt nicht nur immer wieder vor Augen, was man sich vorgenommen hat, es hilft auch, einen Überblick über die Freizeit und Lernzeit neben den festen Terminen, zu haben.

Planung bedeutet, Prioritäten zu setzen

Im zweiten Schritt sollte dann ausgehend von den Fristen, der übrig gebliebenen Zeit und der Wichtigkeit der Aufgaben eingetragen werden, wann was gelernt werden muss. Wichtig ist dabei aber auch, dass man sich nicht zu viel auf einmal vornimmt!

Lieber vier Wochen früher anfangen und das Langzeitgedächtnis trainieren als dann am Ende alles auf einen Schlag zu lernen. Wird erst kurz vor den Klausuren angefangen zu lernen, kommt die Rechnung dann meist in der Examensvorbereitung. Dann ist oft vom Studium nicht mehr viel hängen geblieben und alles muss noch einmal mühsam von der Pieke auf gelernt werden.

Methoden für’s Zeitmanagement: Von analog bis digital

Wer sich bei der Erstellung des Kalenders einiges an Arbeit ersparen möchte, sollte einen digitalen Kalender wählen, denn der bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem klassischen Kalender aus Papier: Fast jede Uni bietet in ihrem Hochschul-Intranet die Möglichkeit, den persönlich zusammengestellten Stundenplan herunterzuladen.

Alle belegten Vorlesungen, Seminare und Einzelveranstaltungen können direkt in den digitalen Kalender übertragen werden. Dies spart einiges an Arbeit und lässt euch jederzeit auf eure Termine zugreifen, denn das Handy haben die meisten Studierenden schließlich immer dabei! Ein sorgsam gepflegter Terminkalender und eine realistische Planung helfen, den Alltag zu strukturieren – davon profitiert man meiner Meinung nach im ganzen Studium und nicht erst während der Examensvorbereitung.

Apps für Morgenmuffel helfen beim Start in den Tag

Mit einer groben Struktur und den wichtigsten Terminen vor Augen muss dann nur noch ein beschwingter Start in den Tag gelingen. Wer schon morgens allerdings am liebsten die Snooze-Taste verwendet und sich im Bett noch einmal umdreht, weiß, wie schwer das ist.

Mit ein paar Tricks können Morgenmuffel sich selbst überlisten. Einfach, aber verblüffend wirksam ist es, den Wecker abends außerhalb der Reichweite des Bettes zu legen. Wird ein Handywecker benutzt, ist das Smartphone auf dem Nachttisch künftig tabu. Wenn der Wecker dann am nächsten Tag klingelt, muss erst das Zimmer durchquert werden um ihn auszustellen. Damit ist eine große Hürde  – das Aufstehen – schon genommen. 

Wem das nicht genügt, um morgens auf Trab zu kommen, kann sich einen sogenannten Mathe-Wecker installieren. Diese gibt es in fast jedem App-Store. Die Besonderheit: Um den Wecker zum Schweigen zu bringen, muss eine kurze Matheaufgabe gelöst werden. Selbst passionierte Langschläfer dürften nach so einer Aufgabe wach sein.

Diese Methoden klingen zu grob? Das Wecken lassen geht auch sanfter.  Etwa mit einem Lichtwecker. Dieser simuliert einen regulären Sonnenaufgang und aktiviert dadurch den „biologischen Wecker“ im Körper. Das sorgt für ein besonders langsames und erholsames Aufwachen aus dem Tiefschlaf. Wer noch ausgefallenere Methoden zum Aufstehen sucht, der sollte regelmäßig den AppStore des Handys inspizieren. Dort warten immer wieder neue Techniken, um besser aus dem Bett zu kommen

Effizientes Selbstmanagement ganz einfach zur Routine machen

Der letzte und wahrscheinlich wichtigste Punkt ergibt sich dann, wenn Struktur und Planung stehen. Da der Mensch auch nur ein „Gewohnheitstier“ ist, sollte man sich besonders in den ersten Wochen konsequent an die eigene Planung halten – also regelmäßig zur gleichen Uhrzeit ins Bett gehen und aufstehen.

Mit einem gesunden Schlafrhythmus und den eigenen Zielen vor Augen ist die nächste Vorlesung, die morgens um 8 beginnt, dann kein Problem mehr!

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