Berufseinstieg bei den bayerischen Arbeitgebern Metall + Elektro

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm vertreten die gemeinsamen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Interessen von über 3.100 Mitgliedsbetrieben. Im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten steht der wirtschaftliche Erfolg ihrer Mitgliedsunternehmen und damit auch das aktive Mitgestalten von ökonomischen und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

Von Anfang an ganz vorn dabei

Sich nach Studium und Referendarzeit für ein juristisches Fachgebiet oder einen passenden Karriereeinstieg zu entscheiden, fällt nicht immer leicht, denn meist fehlen wegweisende Einblicke in den juristischen Alltag. Praktische Erfahrungen sind bis zu diesem Zeitpunkt in der Regel nur über die Gerichtskörper möglich. Einblicke in Kanzleien konnte in meiner Studienzeit nur gewinnen, wer dort die Anwalts- und Wahlstation verbringen wollte. Ein Einstieg in eine Großkanzlei kam für mich aufgrund der dort bekanntermaßen schwierigen Work-Live-Balance nicht in Frage. So entschied ich mich während meiner Referendarjahre schließlich für eine mittelständische Kanzlei.

Das fachübergreifende Arbeiten ist vielleicht einer der interessantesten Aspekte meiner Arbeit.

Wie in den Gerichten und Verwaltungsorganen sind Jurist:innen allerdings auch hier absolute Einzelkämpfer. Außer zu den Mandaten hat man in Kanzlei, Gericht oder Verwaltung nur selten Kontakt zu Kolleg:innen. Brainstorming und ein produktiver Austausch sind dort kaum möglich. Für mich stand deshalb sehr schnell fest, dass ich in ein Unternehmen gehen wollte, nicht nur, um dort im Team arbeiten und eine Vielfalt an Projekten betreuen zu können, sondern weil der Kreis der Kolleg:innen sich insgesamt erweitern würde.

Aktiv beitragen zum sozialen Wohlergehen

Bei meiner Suche bin ich dann auf die bayerischen Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie (M+E) bayme vbm gestoßen. Verbände waren mir aus juristischer Sicht noch unbekannt, denn im Studium waren Tarifrecht, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaftskonstruktionen kaum beleuchtet worden. Also recherchierte ich und stellte fest, dass die M+E Arbeitgeberverbände in Bayern viele verschiedene Mitgliedsbetriebe beraten. Für mich schien das die perfekte Möglichkeit, zahlreiche Unternehmen kennenzulernen, ohne in einem einzigen festzusitzen.

Als ich zum Bewerbungsgespräch ging, konnte ich sehen, wo ich arbeiten würde: im Herzen von München und – wie sich später herausstellen sollte – im Zentrum der bayerischen Wirtschaft. Während dieser ersten Begegnung machte mein künftiger Vorgesetzter mich darauf aufmerksam, dass die Stelle, für die ich mich bewarb, nicht wie zunächst gedacht, die arbeitsrechtliche Vertretung der Mitgliedsunternehmen beinhalten würde. Damit sind tatsächlich in erster Linie die Jurist:innen in unseren regionalen Geschäftsstellen befasst. Zu meinen Aufgaben sollte vielmehr auch die politische Interessensvertretung der Unternehmen zählen.

Für mich war das ein wichtiger Ansatz, denn der Mensch braucht in meinen Augen eine Tätigkeit, die nicht nur den Unterhalt sichert, sondern auch dem Leben Sinn und Struktur gibt. Meiner Ansicht nach funktioniert die Gesellschaft nur, wenn dieser Kernwunsch des Menschen gedeckt ist und dazu tragen vor allem die Unternehmen bei. Sie vermitteln Arbeit, Struktur, Lebensinhalt, Unterhalt und sichern dadurch in besonderem Maße das friedliche Zusammenleben.

Gemeinsam gute Lösungen finden

Für die M+E Industrie und ihre Hauptvertretung habe ich mich entschieden, weil in diesem Sektor Arbeitgeberverbände und Arbeitnehmervertretungen erfolgreich auf Augenhöhe agieren. Unser Haus vertritt klare Positionen und legt dabei Wert auf Weitblick und Umsicht. Wir bringen Wirtschaft und Wissenschaft aus den unterschiedlichsten Fachbereichen an einen Tisch und suchen konsensorientiert nach Lösungen und Win-Win-Ergebnissen. Eine echte Herausforderung – aber eine, die mir definitiv zusagt.

Für meinen Einstieg bei den M+E Arbeitgeberverbänden in Bayern hatte mich letztlich auch der Hauptgeschäftsführer gewonnen, er überzeugte mich schon bei unserer ersten Begegnung durch seine engagierte und offene Art. Der Eindruck aus dieser ersten Begegnung bestätigt und bestärkt sich in der Zusammenarbeit immer wieder. Gerade in jüngster Zeit hat er uns während der Corona-Pandemie mit seinem persönlichen Einsatz einfach mitgerissen. Solche Erfahrungen bestätigen mich in meinem Engagement – und darin, dass ich vor einigen Jahren genau die richtige Entscheidung getroffen habe.

Verantwortung von Anfang an

Hinzu kommt natürlich der ganz normale Alltag. Kein Bewerbungsgespräch kann ja wirklich vermitteln, wie interessant oder langweilig ein Job später sein wird. Bei mir hat es spannend begonnen und wurde tatsächlich immer spannender. Was mich am meisten positiv überraschte, war, dass ich von Anfang an ganz allein Verantwortung für die Themen und Projekte übernehmen durfte und musste, die die Stelle mit sich brachte. Ich stehe selbst für meine Arbeit ein und ich transportiere sie auch nach außen.

Das Team arbeitet bei uns eng zusammen, man wird von den Kolleg:innen eingearbeitet, Vorgesetzte stehen bei Rückfragen und Unsicherheiten immer zur Verfügung. Kommunikation und Feedback sind also engmaschig organisiert. Natürlich gab es für mich eine Einarbeitungsphase. Die war aber nicht statisch gesetzt, sondern orientiert sich bei uns stets an den individuellen Gegebenheiten. Jede(r) Einzelne findet hier seinen oder ihren persönlichen Einstieg – und das Einsatzgebiet, das am meisten interessiert.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit eröffnet viele Chancen

Das fachübergreifende Arbeiten ist vielleicht einer der interessantesten Aspekte meiner Arbeit als Juristin bei den bayerischen Arbeitgebern M+E. Tag für Tag über den Tellerrand zu schauen, unterschiedliche Blickwinkel zu betrachten und über viele Fachdisziplinen hinweg den Austausch zu pflegen, das ist spannend. Es ist mir wichtig, immer weiter zu lernen, immer wieder neue Aufgaben meistern zu können. Diesen vielen unterschiedlichen Herausforderungen gemeinsam mit Personaler:innen, Volkswirt:innen, Betriebswirt:innen und Kolleg:innen aus anderen Abteilungen zu begegnen, betrachte ich nicht nur als persönliche Bereicherung, ich gewinne auch viele wichtige Kenntnisse und Einblicke, die mein berufliches Portfolio maßgeblich erweitern.

… der Mensch braucht in meinen Augen eine Tätigkeit, die nicht nur den Unterhalt sichert, sondern auch dem Leben Sinn und Struktur gibt.

Eine Kernaufgabe des Tarifverbandes ist der Abschluss von interessengerechten Tarifverträgen, denn im Rahmen der verfassungsrechtlich garantierten Tarifautonomie obliegt die kollektive Gestaltung von Arbeitsbedingungen den Tarifvertragsparteien. Wer diesen spezifischen Kernbereich kennenlernen möchte, ist bei uns in der Tarifabteilung optimal aufgehoben. Dort hat man die Möglichkeit, Tarifverträge inhaltlich zu entwickeln, zu verhandeln und erfolgreich umzusetzen. Es gibt bei uns eine Vielfalt an Möglichkeiten, individuelle juristische Schwerpunkte zu verfolgen.

Abwechslungsreiche Kombination von Theorie und Praxis

Ich habe genau den richtigen Schritt gemacht, als ich in der Rechtsabteilung der Verbände in der Münchner Zentrale anfing, denn mein Aufgabengebiet ist sehr abwechslungsreich angelegt. Einerseits betreue ich die Unternehmen praxisnah und direkt in arbeitsrechtlichen Spezialgebieten wie bei Auslandsentsendungen oder internationalen Personaleinsätzen. Ich stehe ihnen als Expertin und Ansprechpartnerin zur Verfügung und schule die HR-Abteilungen auch inhouse. Und genau so, wie ich es mir erhofft hatte, gewinne ich durch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen viele wichtige Einblicke. Sie erlauben es, mir ein umfassendes und vielschichtiges Bild von der Praxis zu machen, von dem, was gut läuft und auch davon, wo man etwas besser machen könnte. Das wiederum wirkt dann in eine zweite Schiene hinein.

Die zweite Schiene meiner Tätigkeit ist die politische Arbeit. Hier kann ich bei der Ausarbeitung von Positionen tief in die juristische Theorie eintauchen und bin damit dann auch ganz früh an der Entwicklung einer Gesetzgebung beteiligt. Dieser Teil meiner Arbeit interessiert mich ganz besonders, er bietet mir eine Art Gegengewicht zur Beratung im Alltag. Ich schätze diese Kombination von Theorie und Praxis sehr. Man ist mit einem Thema von Anfang an und von Grund auf vertraut, kennt alle Aspekte und kann entsprechend gut beraten. Es gibt immer wieder neue Entwicklungen und so bleibt meine Arbeit interessant und manchmal eben auch richtig spannend. 

Darüber hinaus, und das ist dann schon die dritte Schiene, war ich vom ersten Tag an mit Veranstaltungen befasst. Es gehört unmittelbar zu meinen Aufgaben, sowohl politische als auch fachliche Veranstaltungen aufsetzen, zu organisieren, durchzuführen und teilweise selbst als Referentin aufzutreten. Auch hier hatte ich ein erfahrenes Team im Hintergrund, das mir anfangs den Rücken stärkte.

Work-Life-Balance ist machbar

Die bayerischen Arbeitgeber M+E vertreten ein breites Portfolio unterschiedlicher Unternehmen. Das hat für mich ganz persönlich den Vorteil, dass ich als Mitarbeiterin in den Verbänden größere Konjunkturschwankungen nicht zu fürchten brauche, also einen recht sicheren Arbeitsplatz habe. Das hat viele Vorteile, unter anderem kann ich meine Work-Life-Balance spannungsfreier gestalten. Für mich ist das ein besonders wichtiger Faktor, denn ich bin sowohl Familienmensch als auch mit Leib und Seele Juristin. Bei den bayerischen M+E Arbeitgebern kann ich beides leben und das weiß ich sehr zu schätzen.

Dass wiederum auch meine Expertise geschätzt wird, hat man mir nicht zuletzt damit gezeigt, dass ich drei Monate nach der Geburt meines Sohnes ohne Wenn und Aber meine vorherige Stelle weiterführen konnte. Geholfen hat hier vor allem, dass unser Haus die besonders flexible Zeiteinteilung meiner Arbeit mit Home-Office und Büropräsenz ohne jedes Zögern unterstützte. Mein Arbeitgeber bezahlt zudem einen wesentlichen Teil des Kita-Beitrags und unterstützte auch großzügig die Erstausstattung für meinen Sohn.

Jackpot geknackt

Am Ende fügen sich die vielen Details für mich zu einem starken Mix aus vielen Möglichkeiten, interessanten Aufgaben, Eigenverantwortung und einem sich stetig weitenden Horizont. Das alles hilft mir auch dabei, meine Familie und meinen Beruf miteinander in Einklang bringen zu können. Tatsächlich stehe ich auf einem wirklich guten Boden, der es mir zudem erlaubt, eine spannende Karriere aufzubauen. Ich habe definitiv meinen Jackpot geknackt.

Karrieremagazin